Aktuelles

Staffelbörse



Weiterlesen...
Willkommen und auf zum 3. Nordfriesischen Amboss Rennen!!!

Die Erben von Frerk und Matta erwarten Euch!


Weiterlesen...

Frerk der Friesenschmied

Es war wohl um das Jahr 793 und in Deutschland - das was man heute als Deutschland bezeichnet, war das allerdings nicht - ordneten die Karolinger die Geschäfte des Kleinen Mannes - und auch die der Wichtigen und Hilfswichtigen in diesem Staatsgebilde.

Und ganz aus dem Norden Europas machte sich eine Spezies auf zu neuen Ufern, denen man später nachsagte, sie waren mit die schrecklichsten Kriegsgesellen der Geschichte - die Wikinger. Epochale Ereignisse verliehen der Geschichte damals wie heute also Glanz … und Schaudern.

Leif Eriksson, der Sohn von Erik, dem Roten, entdeckte Vinland - das später als Amerika zu weltgestalterischem, wenn auch bisweilen zweifelhaftem Ruhm aufstieg. Die Jungs aus den Fjorden erfanden die Pizza auf Sizilien, äscherten London ein und machten sich als Normannen einen guten Teil von Frankreich untertan - was den Briten bis heute nicht mal im Ansatz gelungen ist.

In Haithabu jedoch legt das Museum am Noor auch noch heute beredt davon Zeugnis ab, dass die Jungs mit den roten Bärten und dicken Unterarmen vom Schwerterschwingen nicht nur an ihre ferne  Zukunft in Walhalla bei Met, Weibern und Gelagen nach der Schlacht des Tages dachten. Sie waren auch umtriebige Schlitzohren im Umgang mit ihren Geschäftspartnern. Ausgesprochen moderne und professionelle Geschäftsleute eben. Wie von Odin gemacht für eine Karriere etwa 1300 Jahre später im Frankfurter Bankenviertel - bei Met, Weibern und Gelagen!

Geschichtsträchtiges Jahr also ... dieses 793 ... mit nicht zu übersehenden Auswirkungen auf unsere abendländische Geschichte. Rauh und hart ... aber herzlich, oder?

Da hört sich die Entwicklung an den Gestaden der wilden Nordsee - dort wo der Blanke Hans und nicht Karl der Große oder Odin sagt, wo der Hammer hängt - doch eher an wie ein Gärprodukt der großen Weltgeschichte. Oder??

Mitnichten, denn gegen das, was sich hier langsam und geduldig gegen Widerstände aller Art - sozusagen im Gästezimmer und nicht im Salon der Weltgeschichte - abspielt, ist das kleine Gallische Dorf mit seinen dicken und kleinwüchsigen Helden ein eher unbedeutender Treppenwitz eben dieser Weltgeschichte.

Die Friesen wandern nämlich aus dem fernen Westen in die Idylle der Uthlande.  Wie der Name schon treffend sagt, das Land weit draußen. Wer macht denn schon so was?

Bonifazius war bei Dokkum gerade noch vor Abreise gemeuchelt worden (die Fuldaer Katholikenszene ist den Friesen dafür heute noch gram).

Jahrhunderte vergehen ... und kein Schwein interessiert sich für den Stamm ganz im Norden - im Windland. Aber es reift ein Menschenschlag heran, der eines vom Blanken Hans gelernt hat ...

   Kneifen gilt nicht und wir sind die Meister an dieser                           Küste ... und sonst keiner!

Immer wieder in diesen Jahrhunderten haben sich die Vorfahren unserer Helden - Frerk des Friesen Schmiedes und seiner Frau Matta nämlich - gegen die Unbillen eines Landes behauptet, das seit jeher Volk mit Gamaschen, Gewändern und Geschmeide kalte Schauer der Abscheu über den Rücken rieseln ließ (wenn nicht gerade doch etwas zu verdienen war).

Stolz und erdverbunden wurden die Katastrophen der jeweiligen Zeit - die Grote Mandränke von 1362 etwa, die die Insel Strand und den sagenumwobenen Handelsort Rungholt verschlang oder die Bucardiflut von 1634 - bewältigt und immer im großen Stammesgedächtnis behalten.

  Kneifen gilt nicht und wir sind die Meister an dieser                           Küste ... und sonst keiner!

Frerk, unser Friesen Schmied übte ein Handwerk aus, das bezeichnend ist für den Menschenschlag hier, wo um jeden Meter gekämpft wurde und wird ... bis heute!

Den Hammer fest in der Hand, das Eisen dann geschmiedet, wenn's am heißesten ist ... und immer im Schweiße des Angesichts.

Seine Familie, seine Sippe und seine Scholle immer als Erstes ... auch und vielleicht vor allem gegen die mit den Gamaschen, Gewändern und Geschmeiden.

        Lever düüd as Slaaw, Lieber tot als Sklave!

Und den Blick hatte er immer zum oder über den Horizont hinaus gerichtet ... 

                    Rüm Haart, Klaar Kiming

                Großes Herz, weiter Horizont!!
 
Frerk, der Friesen Schmied, unser Held und seine Frau Matta verkörpern das, was wir uns als Nordfriesen heute auf unsere Fahnen schreiben ... eisenhart waren sie, wind- und wettergegerbt, dem heißen Feuer der Esse und des Lebens die Stirn bietend und keinem Tropfen Met abgeneigt.

Ihnen und ihren Nachfahren, die wir ja alle sind, wollen wir unseren Wettstreit an den Gestaden von Niebüll widmen.

Nordfriesen sind international, weltoffen, gastfreundlich und beim inbrünstigen Lachen eines solchen Landsknechtes zuckt selbst der Blanke Hans
... wenn auch nur ganz kurz.

Mit einem Amboss als Insignium unserer Lebensart ... hart und herzlich eben!


               Willkommen und auf zum
            3. Nordfriesischen Amboss Rennen!!!

                 Die Erben von Frerk und Matta erwarten Euch

joomla компоненты

/